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Juni 2010

 

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Projekte

Organisatorische Voraussetzungen bei der Einführung von Arbeitszeitmodellen in Krankenhäusern

Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Krankenhaus, speziell eine Verringerung der Belastungen und Beanspruchungen, die aus der Arbeitszeitorganisation resultieren, ist eine in den letzten Jahren immer häufiger formulierte Handlungs-anforderung. Die im Arbeitszeitgesetz benannte Berücksichtigung der gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit hat zahlreiche Impulse zur Entwicklung neuer Arbeitszeitmodelle insbesondere im Pflegedienst gegeben. Das sogenannte SIMAP-Urteil zur Anerkennung der Bereitschaftsdienstzeiten als Arbeitszeit und seine Auswirkungen auf das deutsche Arbeitszeitrecht stellen neue Anforderungen an die Gestaltung der Arbeitszeit insbesondere von Ärzt/innen.


Aufgabe des Projekts ist es, die Einführung und Erprobung neuer Arbeitszeitmodelle in zwei Abteilungen der Dr. Horst Schmidt Klinik in Wiesbaden zu evaluieren. Es wird der Zusammen-hang von Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung untersucht, wobei folgende Aspekte im Mittelpunkt stehen:

  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Arbeitsauslastung und Belastung der Beschäftigten
  • Mitarbeiterakzeptanz
  • Rahmenbediengungen (z. B. Kosten der Einführung)
  • Patientenzufriedenheit
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Es handelt sich um eine Prozess- und Ergebnisevalution bei der sowohl quantitative als auch qualitative Methoden zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Prozessevaluation werden mehrere Workshops mit den beteiligten (ärztlicher Dienst) sowie angrenzenden Abteilungen (u.a. Pflegedienst) durchgeführt. Die Ergebnisevaluation stützt sich insbesondere auf schriftliche Befragungen zu Arbeits- und Arbeitszeitbelastungen sowie Erhebungen von Tätigkeits-profilen in inhaltlicher und zeitlicher Art. Die Erhebungen werden exante und expost durchgeführt.
Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefaßt.

Projektlaufzeit: 1. Oktober 2004 bis 15. November 2005
Förderung: Hessisches Sozialministerium
Ansprechpartner/in: Dr. Cordula Sczesny
Kooperationspartner: Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund (Projektleitung)